Hanna Bekker
vom Rath

Hanna Bekker vom Rath …

Mensch und Künstlerin (1953),
Kunsthändlerin und Mäzenatin (1962),
Botschafterin der Kunst (1964),
Begeisterte Pionierin (1973),
Musenfreundin (1984),
Weltbürgerin (1984),
Freundin und Förderin der Künstler (1985),
Vom Enfant terrible zur Grande Dame (2013),
Hüterin „entarteter“ Kunst (2013),
Unerschrockene Sammlerin (2013),
Schutzpatronin Verfemter (2013),
Eine Frau, die Farbe bekannte (2018) …

Eine kleine Auswahl von Attributen, die Presseartikel zu Hanna Bekker vom Rath seit 1953 und über ihren Tod hinaus einleiteten.
Hanna Bekker vom Rath mit bemalter Bilderkiste
vor der einjährigen Ausstellungs-Weltreise, 1955
Foto Fridolin Frenzel

Hanna Bekker vom Rath (1893–1983) wirkte über sechzig Jahre in ihrem Blauen Haus in Hofheim am Taunus als Malerin, Sammlerin und Mäzenin und seit 1947 im Frankfurter Kunstkabinett und weltweit als vermittelnde „Botschafterin der Kunst“.

Selbst Malerin, förderte sie mit Ida Kerkovius, Alexej Jawlensky und Karl Schmidt-Rottluff zunächst Künstler ihrer Generation. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde ihr Blaues Haus in Hofheim zu einem Refugium für verfemte Künstlerfreunde. Ihre Berliner Wohnung entwickelte sich zu einer heimlichen Begegnungsstätte für einige „entartete“ Künstler und deren Unterstützer.

In die Öffentlichkeit trat sie seit 1947, als sie das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath gründete. Als Botschafterin der Kunst stellte sie deutsche Künstler weltweit vor und brachte internationale Künstler nach Frankfurt.

Die Sammlung Hanna Bekker vom Rath umfasste Werke des deutschen Expressionismus ebenso wie jüngerer Künstler. Hanna Bekker vom Rath lebte und handelte für die Freiheit der Kunst und setzte sich vermittelnd für Menschen ein – ihre Künstler und Kunstfreunde. Ein Großteil der Werke ihrer Sammlung befindet sich im Museum Wiesbaden. Bilder von ihr als Malerin werden hier und im Stadtmuseum Hofheim regelmäßig gezeigt.

Abbildung oben:

Tita Binz, Hanna Bekker vom Rath (vor Karl Schmidt-Rottluff, Nächtlicher Mittelmeerhafen, 1930 – heute im Museum Wiesbaden), Fotografie 1954.
© Tita Binz / Deutsches Historisches Museum, © Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020