Archiv HBvR

Das private Archiv Hanna Bekker vom Rath Frankfurt, dessen Leitung die jüngste Enkelin Hanna Bekkers, Marian Stein-Steinfeld übernahm, wird seit den 1980er Jahren kontinuierlich ausgebaut und ergänzt. Neben der Erforschung der Dokumente und Unterlagen aus dem Nachlass von Hanna Bekker vom Rath konnten neue Erkenntnisse im Austausch mit Institutionen und Nachlässen anderer Künstler gewonnen werden.

Nach Entdeckung des Gästebuchs Regensburger Straße im Nachlass wurden zunächst alle identifizierten und erreichbaren damaligen Gäste angeschrieben und gebeten, ihre Erinnerungen mitzuteilen.

In einem zweiten Schritt wurden die im Nachlass erhaltenen Briefe sortiert, transkribiert und teilweise mit den Nachlässen der Korrespondenten ausgetauscht und wo möglich, mit den Briefen Hanna Bekkers ergänzt.

Im Rahmen der drei Ausstellungen, die parallel im Herbst/Winter 1984 stattfanden – über die Sammlerin in der Jahrhunderthalle Hoechst, über die Malerin im Frankfurter Kunstkabinett und über die Gastgeberin des Blauen Hauses im Rathaus der Stadt Hofheim – konnte ein erster Überblick zu diesen Themen in den jeweiligen Katalogen dokumentiert werden.

Mit ihrem phänomenalen Gedächtnis war Maximiliane Kraft, die jüngste Tochter Hanna Bekkers, bis 2017 eine unersetzbare Zeitzeugin.

Seit 1987/88 ein Teil der Sammlung Hanna Bekker vom Rath dem Museum Wiesbaden übergeben wurde, findet eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit statt, die in vielen Ausstellungskatalogen nachzuverfolgen ist.

Auch die Ergebnisse der intensiven Kooperation mit dem 1993 gegründeten Stadtmuseum Hofheim, das sich regelmäßig mit dem Künstlerkreis des Blauen Hauses befasst, sind in zahlreichen Katalogen festgehalten.

Der bisherige Forschungsstand wurde 2018, zum 125. Geburtstag von Hanna Bekker vom Rath, in der ersten Biografie der Malerin, Mäzenin, Sammlerin und Vermittlerin im Verlag der Frankfurter Bürgerstiftung publiziert.

Themen, die in dieser Lebensbeschreibung noch nicht ausführlich behandelt werden konnten, erfordern zunächst weitere Recherchen und Bearbeitung, bevor sie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden können, darunter:

  • das künstlerische Oeuvre Hanna Bekkers:
    • Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Grafik und Plastik
  • der schriftliche Nachlass:
    • Reiseberichte (z.B. Moskau, 1932 | Griechenland, 1934/34 | Jugoslawien, 1936 | Lettland, 1937 und 1939 | Südamerika, 1952 | Weltreise, 1955/56 | und weitere bis 1973
    • Gedichte und weitere Aufzeichnungen von 1911-1973
  • Frankfurter Kunstkabinett:
    • Geschichte und Profil der Galerie in der aktiven Zeit seiner Gründerin
      (1947-ca. 1978)